Gartentagebuch Mitte Mai

Von Zeit zu Zeit berichte ich über aktuelle Ereignisse, Aufwüchse oder Begegnungen im Garten und darüber, was ich mit den essbaren Schätzen anstelle. Bislang habe ich das in meinem „Gartentagebuch“ auf der Facebook-Seite gemacht. Das soll sich nun ändern. (Update 14.05.2017: Das Gartentagebuch wurde und wird nun doch auf Facebook weiter geführt).

Im Gemüsegarten
Ernteverwertung
Obst-/Waldgarten
Wildtiere

Im Gemüsegarten

  • Unter das Tomatendach habe ich 10 Tomatenpflanzen gesetzt: Tigerella, Schwarze Krim, Berner Rose, Zuckertraube, Andenhörnchen, „Nr.4“, Fredi und Waltingers Cocktail. Weitere Tomatenpflanzen habe ich in 20-25 cm-Töpfe mit viel Kompost umgepflanzt. Dort können sie erstmal weiter wachsen, bis ich weiß, wohin damit.
  • Ins Beet kamen je zwei Pflanzen Zucchini „Albarello“ und „Serafina“ und eine Rondini. Für jede Jungpflanze habe ich 2 Schaufeln guten Kompost mit etwas Kalk und Bentonit gemischt. Angegossen habe ich sie mit verdünntem Spinatwasser vom Blanchieren (siehe unter Ernteverwertung).
  • In einer total verkrauteten und dem Topinambur überlassenen Beetreihe habe ich heute junge Möhrensämlinge entdeckt, die ich Anfang März gesät hatte. Damit hatte ich überhaupt nicht mehr gerechnet. Merke: Möhren nicht gleich abschreiben, sondern einfach mal warten und beobachten.

Ernteverwertung

  • Frisch aufs Brot oder in den Salat gibt es jetzt erste Radieschen, Rucola „Esmee“, Schnittlauch und diesjährige Knoblauchsrauken-Blätter (die zweijährigen blühen jetzt).
  • Grünspargel kommt etwas spärlich, beziehungsweise erst nach und nach, so dass es bisher nur kleinere Mengen im Mischgemüse oder Nudelsalat gab.
  • Heute habe ich festgestellt: Rhabarber schmeckt auch lecker in (Soja-)Quark-Ölteig-Schnecken mit einer Dattel-Mandel-Vanilleyofu-Creme 🙂
  • Spinat gibt es jetzt in Hülle und Fülle. Er ist lecker roh im Salat oder Smoothie, aber auch in Blätterteigtaschen oder klassisch zu Pellkartoffeln. Angesichts der großen Spinatmenge aus den Zwischenreihen neben den Hauptkulturen, habe ich schon zwei Mal Spinat blanchiert, um ihn einzufrieren – für mich eine Premiere. Dabei habe ich festgestellt, dass sich ein Dampfgareinsatz, den ich kürzlich geschenkt bekommen habe, prima zum Blanchieren kleinerer Portionen eignet. Wie ich dabei vorgegangen bin, ist in der Bildergalerie zu lesen. Vier Yofubecher voll habe ich insgesamt eingefroren – das entspricht so ca. 10 vollen Nudelsieben Frischspinat.

Bildergalerie: Spinat ernten und blanchieren

Obst-/Waldgarten

  • Flieder- und KastanienblüteDie Apfelbäume blühen nach den Pflaumen- und Kirschbäumen nun auch, ebenso die Erdbeeren, die durch das inzwischen fast vergangene Scharbockskraut hindurch gewachsen sind.
  • Sumpfdotterblume, Akelei, Bärlauch, Ginster, Kastanie und Flieder haben ebenfalls ihre Blüten geöffnet.
  • Die Beinwellstauden haben sich gut entwickelt und werden – ebenso wie Brennesseln – zum Mulchen genutzt. Einige lasse ich Blühen, weil sie eine willkommene Insektenpflanze sind.
  • Die „Brown Turkey“-Feige zeigt einen guten Fruchtansatz.
  • Wegen der tagelangen Trockenheit habe ich zwischendurch auch mal die Wildblumen gegossen, um die Nektarproduktion für die Wildbienen und anderen Insekten anzukurbeln.

Wildtiere

  • Die sonst so scheuen Dompfaffe haben sich heute als Paar gezeigt und Frau Gimpel hat ein paar unreife Johannisbeeren genossen (Foto).
  • Im Nistkasten von Kohl- und Blaumeisen wird gebettelt und gefüttert. Es kann nicht mehr lange dauern, bis sie flügge sind.
  • Die eine oder andere Jungamsel zeigt sich nun doch mal im Garten.
  • Die Ringelnatter hat mich einen Nachmittag ziemlich von der Arbeit abgehalten. Zu spannend war ihr Weg vom Johannisbeerbusch zum Teich und dann – nach einem Schlangenbad – quer durch den Garten und die Gemüsereihen zum großen Asthaufen, wo sie verschwand.

Wildbienen und Co

  • Einige Brombeer- und Topinamburstängel habe ich testweise am Zaun auf der Südseite eingefädelt, um zu sehen, ob dort Wildbienen nisten, die markhaltige Stängel bevorzugen (Näheres siehe Bildbeschreibung).
  • Einige bislang unbekannte Wildbienen tauchten an den Blüten auf und eine Holzfasern sammelnde Wespe fand Baumaterial am Asthaufen. Die schwarze Pelzbiene zieht ihre Runden nun im Doppelpack morgens und abends. Update: Wie sich herausstellte, handelt es sich bei dem Wildbienenpäärchen (Foto) um die Kuckucksbienen der Pelzbienen, den Trauerbienen.

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1 Kommentar

  1. Klaus Hoffmann

    mein Garten liegt in Weisenheim / Sand .Ganz früher hat man hier Sand abgebaut für die Sandbüchsen  der Schulkinder Anfang des 20. Jhdts.Was hat man hier mit Erfolg und ohne großen Aufwand angebaut : Spargel , Kartoffeln  und bestimmte Obstsorten. Mit schattenmorellen hat man keine guten Erfahrungen gemacht , aber mit den Ludwigs Frühen. Die Trump-Schokoladenfabrik war der größte Abnehmer .

    Frühkartoffeln wachsen gut , wenn nach der Aussaat alles mit Grasschnitt abgedeckt wird. Bewässern in den Furchen bringt m.E. nicht viel . Es sackt alles ab . Bei den Bäumen sollte man auf wurzelechte Hochstämme achten . Bei mir sind jahrelang magna Klauka ( Eierzwetschgen ) sehr gut im ertrag gewesen ( Leider jetzt Scharka seit Jahren ) .Gemüse geht nur im Hochbeet , da der sand das Wasser abperlt , als wäre er fett .Die sandkörner setzen sich versiegelnd  oben zu -unten ist es trocken .Auf dem Sandboden wachsen seltsamer weise Phacelia als Gründünger eigentlich immer ,Ackerdisteln  und Brennessel wuchern geradezu . Ja, das ist mir spontan eben eingefallen .Ich bin allerdings kein Veganer  und verwende in den Hochbeeten frischen pferdemist , auch Schafsmist ,sofern ich ihn bekomme .

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