Rinde der Linde für den Kobel der Eichhörnchen

Eichhörnchen mit Lindenbast

Eichhörnchen mögen unsere Linde, denn die toten oder absterbenden Äste liefern ihnen einen feinen Bast zum Nestbau – die Rinde der frischen Äste ist wohl zu zäh. Dabei hätte ich gar nichts gegen ein wenig Auslichtung einzuwenden.
Ich finde die Akrobatik der Tiere immer wieder erstaunlich, zum Beispiel mit was für einer Hinterbeinkraft sie sich am Ast anklammern, während sie sich kopfüber vorn mit etwas anderem beschäftigen 🙂

Gestern hörte ich wieder einmal seltsames Geraschel, das nicht von den Vögeln kommen konnte. Also den Camcorder gezückt und herangezoomt.

Nun wünsche ich viel Spaß mit dem 3½ minütigen Kurzfilm (+ 3 Fotos) – (trotz leider mäßiger Videoqualität)*:

Auch Menschen haben früher – vor der Einführung von Leinen und Hanf – aus dem Bast der Linde allerlei hergestellt, wie zum Beispiel Stricke, Bastschuhe, Hüte, Körbe, Säcke, sogar Textilien u.a.m.

Habt ihr schon einmal ähnliche Beobachtungen gemacht – vielleicht beim Sammeln von anderem Nistmaterial?
Und hat schonmal wer von euch etwas mit Pflanzenfasern aus Rinde hergestellt? Z.B. einfache verrottbare Stricke, um Pflanzen anzubinden …

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* Bei Minute 2:42-2:50 ist zu sehen, wie stark ich heran zoomen musste. Ich finde, dafür ist die Videoqualität wiederum gar nicht so schlecht – in Anbetracht der Lichtverhältnisse, der einfachen Ausstattung und ohne Stativ.

3 Kommentare

  1. Nicole

    Liebe Silke,
    ich beneide Dich wirklich um so eine tolle Beobachtung. Um so schöner, das Du sie hiermit uns teilst. Wir leben auf einem 2ha großen Grundstück mit uralten Eichen, Buchen und auch einer Linde, aber ein Eichhörnchen hat sich hier leider noch nicht blicken lassen. Überhaupt bin ich immer zeimlich enttäuscht, wenn ich nach 1 Woche die Speicherkarte der aufgestellten Wildkamera auswerte, wie wenig „Betrieb“ hier ist. Trotzdem wir sehr viele Bäume gepflanzt, unser gesamtes Grundstück mit einer Hecke umpflanzt und unzählige Wildecken angelegt haben, kann in dieser fürchterlichen Intensivmonokultur von der wir umzingelt sind kaum ein Tier überleben….
    Die Fotos in Deiner Bildergalerie finde ich auch allesamt spitze.
    Herzliche Grüße
    Nicole

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    1. Silke Lamla (Beitrag Autor)

      Liebe Nicole,
      schön, dass ich dich mit dem Filmchen und der Bildergalerie begeistern konnte. Deine Erfahrungen mit geringer Artenvielfalt auf eurem Gelände – bei all der Mühe, die ihr euch gemacht habt, stimmt mich traurig und zeigt, wie wichtig die Ausweitung und vor allem auch die Vernetzung von Biotopen ist (und natürlich auch Veränderungen in der Landwirtschaft).
      Um hierfür etwas über unsere Grundstücksgrenzen hinaus zu unternehmen, können wir uns z.B. an dieser Aktion beteiligen: Nature Alert (Link defekt) – diese bezieht sich auf drohende Einschränkungen der Artenvielfalt durch die EU-Gesetzgebung.
      Wir wohnen ja quasi am Waldrand in der Nähe eines Naturschutzgebietes. Da haben die Tiere freien Zugang bis zu uns …
      Liebe Grüße
      Silke

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  2. m.futterschneider

    Liebe Silke.Schade,dass es so wenige Menschen wie Dich gibt.M.

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